Moral und Liebe

Moral, das sind Regeln, Normen und Vorschriften nach dem Muster: du sollst! Woher beziehe ich diese Normen?
Die Empirie (Wahrnehmung und Erfahrung) hilft nicht recht weiter. Vom Sein (Dasein) auf das Sollen (Moral) zu schließen, das geht nicht. Das ist ein Naturalistischer Fehlschluss.
Also muss die Ratio, die Vernunft in Stellung gebracht werden.
Die Frage ist dann, kann ich mit Vernunft zu moralischen Aussagen kommen, die gesamtgesellschaftlich akzeptabel sind?
Sofort fällt einem dabei Immanuel Kant ein und der kategorische Imperativ. Der Imperativ ist streng rational und kritisch. Aber er führt streng rational zu Normen und Regeln, die wir nicht ohne Weiteres akzeptieren können. Die Regel, nicht zu lügen, kann nicht durchgehalten werden, wenn dabei Unschuldige darunter leiden. Also müssen Zusatzaussagen gemacht werden.
Die sind aber selten streng kritisch und rational, wie beispielsweise das Gefühl der Liebe.
Was also tun?
Den umgekehrten Weg gehen! Solange Mitleid, Wohlwollen und Liebe nicht zu Konflikten führen, dann weiter so. Wenn nicht, dann die Vernunft einschalten und kritisch prüfen, was zu tun ist.

tmd.

Wahrheit und Wille

Veritas semper major. Die Wahrheit ist immer größer (als alles andere). Dieser Satz im Ethik-Buch der 8. Klassen in Bayern irritiert den Morallehrer mehr als seine Schüler. Die lernen ihn brav auswendig. Es passt schließlich, zu sagen, dass die Philosophie immer nach Wahrheit strebt.
Und was dann?
Was mache ich mit der Wahrheit?
Aus der angewandten Psychologie wissen wir, dass Menschen auch gegen ihren Willen dazu gebracht werden können, etwas zu tun, was sie eigentlich nicht wollten. In der Alltagssprache nennt man das Gehirnwäsche. Das ist eine betrübliche Wahrheit.
Man kann diese Erkenntnis umsetzen und fremde Menschen so manipulieren, dass diese nicht mehr Herr im eigenen Haus (Bewusstsein) sind. Man kann die Erkenntnis aber auch nutzen, um Aufklärung zu betreiben. Beispielsweise kann man erzählen, dass Sekten solche Methoden (wahren Erkenntnisse) einsetzen, um verunsicherte, labile Menschen zu rekrutieren.
Es geht also um die Anwendung von wahrem Wissen. Es geht darum, Gutes zu tun.
Es reicht also nicht aus, nur zu ermitteln, was die Wahrheit ist. Ich muss sie auch nutzen zum Vorteil des Menschen. Ich muss sie einsetzen, um die Menschen gut zu machen.
Das ist aber eine wirklich schwere Aufgabe.
Kann der Ethik-Unterricht das leisten?

tmd.

Über Menschen und Tiere

In grauer Vorzeit haben sich die Menschen noch keine Gedanken über Tierschutz oder Tierquälerei machen müssen. Die Menschen, die ein Stück Fleisch über dem Feuer haben wollten, mussten sich sehr praktisch mit den Tieren, die sie verspeisen wollten, auseinandersetzen. So ein Urwaldrind oder Wildschwein wartete nämlich nicht darauf, bis es getötet wurde. Zunächst einmal versuchte es den Angreifer – den Jäger – außer Gefecht zu setzen. Traf der prähistorische Jäger auf einen der zahlreichen Säbelzahntiger, dann war die Sache zunächst einmal unentschieden. Der Bessere gewinnt und hat anschließend was zum Fressen.

Dieser Respekt vor dem Tier fehlt uns natürlich heute. Das Rind sehen wir nur noch fertig portioniert im Kühlregal. Dass man vorher so ein Tier töten muss, haben die Wenigsten so richtig vor Augen. Wahrscheinlich würde ihnen dann auch der Appetit vergehen.

Da es in diesem Blog um Moral geht, haben die obigen Überlegungen nicht zum Ziel, Vegetarier zu missionieren. Natürlich essen Menschen Fleisch. Aber sie sollten dabei nicht vergessen, dass Tiere ihr Leben dafür hergeben, damit wir uns nicht nur von Gemüse ernähren müssen.

Michel de Montaigne (1533 – 1592) hat sich dazu sehr differenziert geäußert. Das Verhältnis von Mensch zu Tier ist nicht objektiv beschreibbar, meint er. Tiere sind vernunftlose Wesen, meinen die Menschen. Maßstab dieser Beurteilung ist aber immer der Mensch. Denkbar wäre aber auch, dass die Tiere uns ebenfalls als vernunftloses Vieh betrachten, schreibt er in einem Essay über die Grausamkeit. Science-Fiktion-Autoren haben diesen Gedanken immer wieder mal aufgenommen und durchgespielt.

tmd.

Tanz der Tiefseequalle

Das Thema Mobbing und Außenseiter ist ein zentrales Thema im Ethikunterricht der 6. und 7. Klasse. Es ist ein Glücksfall, dass immer mehr Kinderbuchautoren die beiden Themen aufgreifen und spannend umsetzen. Auf die Textschnipsel und die dümmlichen Fallgeschichten der Lehrbücher kann man deshalb leicht verzichten.

Mit Tanz der Tiefseequalle hat Stefanie Höfler eine Geschichte vorgelegt, die punktgenau in den Lehrplan (G8) in Bayern passt.
Die Strukturen und die Methoden von Mobbing werden beschrieben. Die Geschichte ist glaubwürdig und absolut in der Welt der SuS. Sehr wichtig ist: Stefanie Höfler legt die informellen Strukturen einer Gruppe (hier einer Klasse) offen. Die Außendarstellung einer Klasse – und nur die sieht der Lehrer/die Lehrerin – ist nun mal etwas anderes als die informellen Strukturen.

Beispiel: Als die Ereignisse im Ferienlager eskalieren, versucht die Lehrerin die Lage in den Griff zu bekommen.
„Die hält wahrscheinlich drinnen gerade eine extralage Standpauke zum Thema Mobbing und andere in Ruhe lassen, Respekt und Toleranz, das ganze Blabla.“
(S. 63)

Dieses Blabla ist es, das die SuS langweilt und nervt im Unterricht. Die Gründe sind naheliegend. Es soll psychologisches und soziologisches Wissen angesammelt werden, das später in die Leistungsbewertung einfließt.
Ziel ist also die Leistungsbewertung und nicht das Sammeln von Expertenwissen, um das Zusammenleben in einer Gruppe zu erleichtern.

Zurück zur Geschichte. Es geht um Nico und Sera. Er ist übergewichtig. Sie ist ein bildhübsches Mädchen. Er wird gemobbt, sie gerät in den Fokus der Mobber. Die Mobber sind allesamt Waschlappen. Unterstützung finden die beiden – wie so oft – bei Typen, die ebenfalls Außenseiter sind oder mittelschwer durchgeknallt.

„Ich bin auch nicht der Einzige“, sagt Lenni. „Gibt noch ein paar mehr Leute, die auf eurer Seite sind.“ Auf eurer Seite, sagt er.
(S. 180)

Die Geschichte ist jeweils aus der Perspektive von Nico und Sera erzählt. Seine Sprache ist episch. Sera kommuniziert eher im Telegrammstil.
Im letzten Kapitel kommen beide absatzweise zu Wort.

tmd.

Meta-Ethik

Die Goldene Regel ist als Handlungsanweisung in kleinen Gruppen mit gleicher moralischer Ausrichtung durchaus anwendbar. Doch Menschen sind nun mal verschieden. Insbesondere, wenn sie aus verschiedenen Kulturkreisen kommen oder verschiedene Religionen haben. Für sie müssen also moralische Regeln aufgestellt werden, die über dem sehr subjektiven Geltungsbereich der Goldenen Regel angesiedelt sind, wenn man Konflikte beim Zusammenleben vermeiden will.
Vorarbeit leistet dazu die deskriptive Ethik, die unterschiedliche Moralen beschreibt. Der Vergleich ist dann die nächste Stufe, auf der Suche nach universellen Regeln.
An dieser Stelle ist jedoch Vorsicht geboten. Der Vergleich auf einer Meta-Ebene hat schnell das Merkmal der Höherwertigkeit. Das ist aber nur dann der Fall, wenn die Aussagen einer Meta-Ethik universalisierbare Handlungsanweisungen produzieren. Aber diese Methode hat Grenzen. Wenn ich alle unterschiedlichen Moralen auf ihren kleinsten gemeinsamen Nenner hin überprüfe, dann haben die resultierenden Handlungsanweisungen nur noch den Wert von Allgemeinplätzen. Sie sind beliebig.
Von Kant wissen wir, dass er einen anderen Weg gegangen ist. Er hat nicht empirisch gearbeitet, sondern epistemisch. Er hat seine Vernunft eingesetzt. Sein kategorischer Imperativ ist zwar nicht konsequent einsetzbar, aber er hat zumindest die Richtung vorgegeben: Normen und Gesetze herstellen, die es unterschiedlichen Menschen erlauben, konfliktfrei miteinander zusammenzuleben.
Wenn das nicht funktioniert, dann sollte man zunächst fragen: Wer stört hier den Frieden und warum?

tmd.

Wir sind Obdachlose in unserer Welt

„Es gibt kein richtiges Leben im falschen.“ Theodor W. Adorno schreibt das in Minima Moralia, dort in Asyl für Obdachlose. Grundlage ist hier bei einer Interpretation immer die Theorie von Basis und Überbau bzw. der Satz: Das Sein bestimmt das Bewusstsein. So heißt es bei Marx. Es ist also anzunehmen, dass man – abhängig vom Dasein – nicht bemerkt, dass man im falschen Dasein lebt. Man täuscht sich also (wie die Kapitalisten) über die wahren Verhältnisse.

Da es hier im Blog um Moral geht, fragt man nach einem Ausweg aus dieser erkenntnistheoretisch ausweglosen Situation und dem moralisch richtigen Verhalten.

Soll man etwas besitzen? Um diese Frage dreht es sich.

Ist es moralisch richtig auf Eigentum zu verzichten? Ist das das richtige Leben?
Natürlich, wenn die gesellschaftlichen Verhältnisse so sind, dass man dadurch keinen Nachteil hat und nicht abhängig wird von den gesellschaftlichen (kapitalistischen) Verwertungsverhältnissen. Aber das genau – so schreibt Adorno – ist man in der kapitalistischen Gesellschaft immer.

Also sollte man Eigentum ansammeln, damit man unabhängig wird von diesen Verwertungsverhältnissen. Dann aber unterstützt man durch sein Handeln doch wieder das kapitalistische System. Man schafft das falsche Leben, obwohl man meint, das moralisch Richtige zu tun.

Wir sind also Obdachlose geworden in unserer kapitalistischen Welt. Wo und wie können wir moralisch handeln?

tmd.

Hobbes und die Sicherheitsdebatte

„Je vielfältiger eine Gesellschaft, desto unmissverständlicher ihre Gesetze.“ Zwei Redakteure der Wochenzeitung DIE ZEIT haben das geschrieben (am 29.12.2016 auf der Titelseite).
Der Satz gefällt allen, die von multikulti endgültig enttäuscht sind oder nie daran geglaubt haben und statt dessen die Sicherheit des Gemeinwesens und das friedliche Zusammenleben im Blick haben.
Wer jedoch konservative Innenminister kritisiert, der wird eher so argumentieren: Wir haben doch schon genug Gesetze.
Es geht also wieder mal um die Umsetzung von Gesetzen, welche die Sicherheit des friedliebenden Bürgers garantieren sollen.
Einen ernst zu nehmenden Vorschlag hat Thomas Hobbes gemacht, den wir schon aus mehreren Blog-Beiträgen kennen. Die Zeitgenossen von Hobbes waren nun wirklich nicht so pluralistisch aufgestellt und erst recht nicht multikulti wie unsere Gesellschaft. Aber es waren – jeder für sich, so meinte Hobbes – allesamt ausgeprägte Egomanen. Daher auch die Sprüche, die man im Ethik-Unterricht lernt: Der Mensch ist des Menschen Wolf, z.B.
Hobbes hatte natürlich auch Gesetze im Sinn, die das Zusammenleben friedlich regeln. Aber sehr viel interessanter war sein Vorschlag, wie man die Gesetze umsetzt, also anwendet.
Seine Idee mit dem Leviathan kennen wir. Die Kritik daran kennen wir auch. Heute nennen das die Kritiker konservativer Innenminister: Überwachungsstaat. Ein ehemaliger Bürgermeister von Berlin soll zu dem Thema gesagt haben, dass er lieber gefilmt werde beim U-Bahn fahren, als in Gefahr zu sein verprügelt zu werden.
Schauen wir uns doch den Leviathan genauer an. Er besteht aus den Bürgern des Landes, die sich ein umfassendes Sicherheitssystem schaffen wollen. Nichts anderes sind die Bürger unserer Republik. In der Verfassung heißt es in Art. 20 (2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Und dieser Vertrag (das Grundgesetz) kann genauso wie bei Hobbes nicht einfach geändert werden. Im Kern der deutschen Verfassung heißt es in Art. 79, dass eine Änderung der in Art. 20 gelegten Grundsätze unzulässig sei.
Wenn also ein Gemeinwesen sich Sicherheit schaffen will und das auch durchsetzen kann, dann handeln Kritiker, die das aus wahltaktischen Gründen machen, ziemlich verantwortungslos.

tmd.

Erwachsen werden und Sinnfindung

Sinnfindung und Lebensgestaltung sind Abiturthemen in Ethik. Die Vorbereitung dazu beginnt in der 7. Klasse mit dem Thema Erwachsen werden und in der 8. Klasse mit dem Thema Sinnfindung (G8).
Die bunten Bilder und Textschnipsel einiger Lehrbücher verstellen dabei den Blick darauf, dass es bei diesem Thema um ein „dickes Brett, das zu bohren es gilt“, geht.
Einige Texte in den Lehrbüchern sind sowohl ungeeignet, als auch Lichtjahre von der Wirklichkeit der SuS in den beiden Klassenstufen entfernt. Die entsprechenden Seiten in den Lehrbücher kann man lesen, um die SuS zu erheitern, meist endet es jedoch in sprachloser Langeweile.
Es ist nicht verständlich, warum im Moralunterricht das Lesen von Büchern so selten praktiziert wird.

Deshalb hier drei Buchempfehlungen.

Das erste Buch ist ein klassischer Roman zum Thema Erwachsen werden und Sinnfindung. Das Buch hat mir eine Schülerin aus einer 6. Klasse (!!) empfohlen.
„Frankie“ von Carson McCullers.
McCullers hat das Buch 1946 veröffentlicht. Frankie ist ein 12-jähriges Mädchen, das all die Turbulenzen beim Erwachsenwerden erlebt. Der sozialpsychologische Aspekt ist besonders hervorgehoben. Frankie merkt, dass sich Leistungen und Erwartungen, die an sie gestellt werden, ändern, dass sie die Veränderung aber auch selbst vorantreiben will. Sicher ist die Sprache in dem Roman nicht sofort eingängig, aber für leseerfahrene SuS ist das kein Hindernis.

Die beiden anderen Bücher bewegen sich zwischen dem Genre Jugendroman und Aufklärungsliteratur. Mårten Melin hat 2016 „Etwas mehr als Kuscheln“ und 2017 „Viel mehr als ein Kuss“ geschrieben. Die Story ist einfach und übersichtlich. Man muss jedoch wissen, dass die Handlung beider Bücher ineinander verschachtelt ist. „Etwas mehr als Kuscheln“ ist aus der Sicht des 13-jährigen Manne erzählt, „Viel mehr als ein Kuss“ aus der Perspektive der gleichaltrigen Isa.

Es ist unverständlich, warum der erste Band, der sich in erster Linie an die Jungen richtet, für 12-Jährige empfohlen wird, während der zweite Teil (der für die Mädchen) erst ab 13 Jahre geeignet sein soll.
Die beiden Teile sollten aber im Paket gelesen werden. Mit dieser Altersempfehlung hängen die Bücher aber eher zwischen der 7. und 8. Klasse im Niemandsland. In der 8. Klasse ist das Thema schon kein Aufreger mehr. In der 7. Klasse ist es zwar punktgenau, aber da sind viele Schülerinnen noch nicht 13 Jahre alt.
Da hilft nur, dass sich die Eltern auf die Meinung der zahlreichen positiv ausgefallenen Rezensionen verlassen und die Bücher dennoch kaufen (lassen).

tmd.

Think Global

Ist ein Krieg schon dann gerecht, wenn einer der Kriegführenden irgendwelche Rechtsansprüche geltend machen kann?
Eine interessante Antwort finden wir bei Francisco de Vitoria, der in Spanien um 1500 sich mit Fragen beschäftigte, die man heute als international relations bezeichnen würde. Er tat das also lange bevor Immanuel Kant seinen Bestseller Zum ewigen Frieden schrieb.

Vitoria erkannte, dass schon kleinere Kriege vor dem Hintergrund der Weltpolitik beurteilt werden müssen. Auch wenn ein Krieg rechtens sei, ist er „ungerecht, wenn er zum Schaden des Erdkreises (…) ist. Wenn beispielsweise ein Krieg der Spanier gegen die Franzosen aus gerechten Gründen unternommen würde und er im übrigen der Königsherrschaft der Spanier zuträglich wäre, wenn er aber dennoch größeres Unglück und Verluste für die Christenheit zur Folge hätte, etwa weil die Türken währenddessen christliche Provinzen eroberten, so muss man einen solchen Krieg abbrechen.“ (aus: Über die staatliche Gewalt)

Eine praktische Antwort auf drängende Fragen seiner Zeit.

tmd.

Der Wille zum Bösen

Nach jedem Terroranschlag beginnt in den Medien die Suche nach den Motiven für die Tat und das Psychogramm des Täters wird rekonstruiert.
Sind es die soziokulturellen Merkmale, ist es die Religion, sind es psychische Gründe? Was auch immer für die Taten verantwortlich gemacht wird, dem bösen Willen der Täter wird ein Grund vorgeschaltet. Irgendein Grund muss es sein, der Menschen veranlasst böse zu sein.
Der Ansatz hat eine gewisse Berechtigung. Durch das Erforschen der Gründe, versuchen Sicherheitsexperten potenzielle Täter früher zu erkennen. Es wird sogar versucht, Menschen an ihrem Weg in die Gewalt zu hindern.
Die Suche nach der Ursache des Bösen verstellt uns aber den Blick auf den freien Willen desjenigen Menschen, der die Tat begeht. Den freien Willen scheint es bei diesen Konzepten nicht zu geben.
Damit wird aber das Böse der moralischen Kritik entzogen.
Moral hat nicht immer diesen Weg gewählt. Augustinus (354-430) macht den Willen allein verantwortlich für die bösen Taten des Menschen. Das geht jedoch nur, wenn der Mensch als Orientierung zum Guten sich an Gott wendet. Und schon haben wir wieder ein Motiv: die Religion.

tmd.