Auf einen Blick: Jean-Jacques Rousseau

Freiheit, Gleichheit…
Freiheit, Gleichheit… – Quelle: WikiImages, Pixabay

Jean-Jacques Rousseau will mit einem Gesellschaftsvertrag Freiheit und Gleichheit der Bürger sichern. Der Gesellschaftsvertrag soll aber auch Herrschaft legitimieren. Legitimiert wird Herrschaft nur durch die Bürger und durch solche Gesetze, die von den Bürgern in freier Wahl beschlossen werden. Gleichheit wird nur gewährleistet, wenn alle Bürger gleiche Rechte und Pflichten haben.

Freiheit wird nur gewährleistet, wenn jeder Bürger nach dem Menschenbild leben kann, das Rousseau folgendermaßen beschreibt: Der Mensch ist grundsätzlich ein einsamer Naturbursche, der seine Freiheit genießt. Er schließt sich nur deshalb mit anderen Menschen zusammen, weil er in der Natur allein nicht überleben kann.

Das Zusammenleben (Vergesellschaftung) mit anderen Menschen darf aber nicht zu Lasten der Freiheit gehen. Die Freiheit des einsamen Naturburschen muss also gewährleistet sein. Das funktioniert nur, wenn jeder Bürger bei Wahlen im Interesse für seine Freiheit stimmt. Rousseau geht davon aus, dass immer die Mehrheit im Sinne der Freiheit des einzelnen Bürgers abstimmen wird. Die Minderheit hat nicht die Freiheit im Sinn. Sie irrt. Die Mehrheitsmeinung ist der Gemeinwille. Der muss auch gegen den Willen der Minderheit umgesetzt werden. Rousseau berücksichtigt in seinem Modell der Vergesellschaftung nicht Populismus und Diktatur. Sein Gesellschaftsmodell eignet sich, Diktaturen als Demokratien zu verkleiden.

tmd.

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