Das Streben nach Glück

Ladybug - Glück
Immer glücklich? – Quelle: Nikiko, Pixabay

Wenn es ums Glücklichsein geht, werden im Moralunterricht zwei Fachleute zitiert: Sigmund Freud und Mihaly Csikszentmihalyi.

Freud beschreibt Glück als plötzliche Befriedigung hoch aufgestauter Bedürfnisse. Eine Fortdauer erzeuge nur laues Behagen. Nach Freud genießen Menschen also nur den Kontrast. Das ist betrüblich, erklärt aber zumindest das Vorhandensein von unglücklichen Drogenabhängigen und Workaholics. Beide Menschentypen suchen nach wiederholtem Spannungsauf- und -abbau.

Der emeritierte Psychologieprofessor Csikszentmihalyi sieht das Streben nach Glück weniger pessimistisch. Glücklichsein verbindet sich bei ihm mit Tätigsein. Tätigsein in Form einer Herausforderung, die uns aber nicht überfordert.
Wie ist das zu verstehen?
Künstler (insbesondere Musiker), Sportler und Handwerker kennen dieses Gefühl, eine Sache zu beherrschen und in ihrer Ausführung Glück zu empfinden. Csikszentmihalyi prägte den Begriff dafür: FLOW.

Genau in diesem Moment musste ich an Thomas Jefferson denken, an die Unabhängigkeitserklärung und unser Recht auf Leben, Freiheit und das Streben nach Glückseligkeit. Und ich weiß noch, wie ich dachte „woher hat er gewusst, dass er das Wort Streben da rein packen muss?“. Vielleicht ist das Glück etwas, nach dem wir wirklich nur streben können und das wir niemals erreichen, so sehr wir uns auch bemühen.
(Filmzitat aus: The Pursuit of Happyness)

tmd.

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