Jeder ist seines Glückes Schmied

Hufeisen
Was ist Glück? – Quelle: aischmidt, Pixabay

Der antike Mensch wusste, dass ein moralisches Leben ein glückliches Leben ist. Was aber Glücklichsein bedeutet, das war schon in der Spätantike nicht mehr so klar.

Anicius Manlius Severinus Boethius meinte, dass die Menschen das Glücklichsein unterschiedlich empfinden. Er nannte Reichtum, Ehre, Macht, Ruhm und Lust als Merkmalsausprägungen von Glücklichsein. Welches davon ist aber nun die wahre Glückseligkeit? Die Menschen streben sehr individuell und eben unterschiedlich nach Glück. Boethius empfand das nicht als das große Problem.

„Das Gute ist es also, wonach die Menschen mit so verschiedenem Streben trachten, und hiermit zeigt sich leicht, wie groß die Kraft der Natur ist, da, wie mannigfaltig und einander widersprechend die Ansichten sein mögen, sie doch alle in der Liebe zum Guten ihr Ziel sehen.“
(aus: Trost der Philosophie, Buch III)

Der Weg war damit schon damals offen in Richtung Selbstverwirklichung.

tmd.

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