Leben verlängern – um jeden Preis?

Die Diskussion um das moralisch richtige Handeln im Umfeld eines Sterbenden geht weiter.
Dieser Beitrag bezieht sich auf den Blogbeitrag vom 16.2.2017

Zunächst eine Lesehilfe: Im ZEIT-Artikel vom Februar 2017 – Sinnlos gelitten – wird gesagt, Ärzte müssen ihre Patienten und deren Angehörige darüber informieren, dass eine Behandlung auch abgebrochen werden kann.

Das hat Folgen! Wenn Ärzte das nicht tun, können sie verklagt werden.
Im berichteten Fall ging es um das Legen einer dauerhaften Magensonde durch die Bauchdecke. Ein Mega-Geschäft ist das. Aber: Eine amerikanische Studie wird zitiert, dass zwei Drittel der Betroffenen die Magensonde ablehnen und lieber friedlich sterben wollen.

Leiden
Unnötig leiden – Quelle: Counselling, Pixabay

Es geht hier um Fälle, bei denen lebensverlängernde Maßnahmen in den sicheren Tod führen und dabei gleichzeitig die Lebensqualität des Betroffenen verschlechtern. Es verbietet sich einfach, an dieser Stelle von Sterbehilfe im Sinne von Euthanasie zu reden.

Im Extremfall müssen Angehörige also sehr starke Nerven haben, wenn sie dem behandelnden Arzt gegenüber fordern, eine lebensverlängernde Maßnahme nicht durchzuführen oder abzubrechen. Oft lautet der Kommentar des medizinischen Personals: „Sie wollen doch ihren Vater/ihre Mutter nicht verhungern lassen.“

tmd.

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