Merkzettel: Adam Smith

Soziale Marktwirtschaft– Quelle: geralt, Pixabay

Adam Smith gilt als Begründer der Volkswirtschaftslehre. Er hat die ökonomischen Zusammenhänge einer arbeitsteiligen Gesellschaft untersucht.

Hier das Basiswissen zu Smith:

  • Nationale und internationale Arbeitsteilung: Jedes Land und jede Volkswirtschaft produziert das, was es am günstigsten produzieren kann.
  • Jeder Mensch soll seinen Einzelinteressen folgen: Eigennutz ist nichts verwerfliches. Denn wie von einer unsichtbaren Hand werden die Einzelinteressen zusammengeführt. Der Mechanismus der Preisbildung regelt letztlich auch die Produktion. Beispiel: Steigende Nachfrage lässt zunächst die Preise steigen (Güterknappheit), um aber gleichzeitig die Produktion (Unternehmer hoffen auf Gewinne) anzukurbeln (betrifft nicht Luxusgüter, deren Marktpreis künstlich durch Verknappung hoch gehalten wird). Steigt das Angebot, dann sinken wiederum die Preise. Es kommt dabei aber auch zur Überproduktion. Anbieter, die das nicht rechtzeitig erkennen, müssen den Markt verlassen.
  • Der Markt vermittelt also Angebot, Nachfrage und Preisgestaltung.
  • Staatliche Eingriffe in das Marktgeschehen stören. Adam Smith ist liberaler Ökonom. Er verteidigt die freie Marktwirtschaft gegen staatliche Wirtschaftspolitik.
  • Smith will aber nicht den totalen Nachtwächterstaat. Der Staat soll vielmehr Landesverteidigung, Infrastruktur, Bildung, Menschenrechte, Vertrags- und Wettbewerbsfreiheit sichern. Insofern hat er die „soziale Marktwirtschaft“ vorausgedacht.
  • Eigennutz und Einzelinteresse finden bei Smith ihre Grenzen im Mitgefühl. Sympathie und Eigennutz sind zwei Seiten einer Münze. Das Interesse des Menschen ist immer auch auf ein gutes Miteinander gerichtet. Smith geht davon aus, dass der Mensch diese moralische Orientierung besitzt.

Leseempfehlung: Über Gerechtigkeit und Wohltätigkeit, aus: Adam Smith, Theorie der ethischen Gefühle.

tmd.

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