Seinen Weg finden

Herakles
Götter als Vorbild? – Quelle: travelspot, Pixabay

Über den griechischen Helden Achilles wird erzählt: Vor die Schicksalswahl gestellt, zog er ein kurzes, aber ruhmreiches Leben einem langen, aber glanzlosen Leben vor. Nicht weniger spektakulär die Entscheidung, die dem Herakles – ebenfalls ein Vertreter der griechischen Mythologie – abverlangt wurde: Entweder ein tugendhaftes, aber anstrengendes Leben führen oder ein leichtes und unbeschwertes, aber wenig tugendhaftes.

Wie die beiden von den Göttern sowieso schon bevorzugten Personen entschieden haben, ist bekannt. Inwieweit sie uns als Vorbild dienen können, ist Thema im Moralunterricht bereits in der Unterstufe. Dabei geht es dann um Handlungsumstände: In welchen Verhältnissen lebe ich. Und es geht um die Konsequenzen: Welche Folgen haben meine Entscheidungen.

Was man aus solchen Geschichten lernt, ist, dass die Biographieplanung eine individuelle und sehr persönliche ist. Der Philosoph Konstantin Kolenda prägte dafür den Spruch: seinen Weg finden. Dabei ist in dem Spruch das Aktive (finden), das Individuelle (seinen) und die Kontinuität (Weg) enthalten.

Sinnfindung ist Eigenleistung.

Das klingt sehr nach Mühe und Anstrengung, von Ruhm und Tugend ist da nicht die Rede. Das ist auch gut so. Das Tätigsein soll im Vordergrund stehen.

tmd.

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