Stichwort: Entfremdung

Hier das Basiswissen für den Begriff der Entfremdung bei Marx.

Arbeit ist für den Menschen die Ausdrucksform des Handelns. Im „Tätig sein“ erfährt sich der Mensch als ein vernunftbegabtes Wesen. Arbeit ist sinnstiftend. Arbeit verändert das Selbstbewusstsein.

Der Mensch ist bei der Arbeit kein vom Instinkt gesteuertes (von der Natur geleitetes) Wesen. Der Mensch kann vielmehr den Arbeitsprozess, die Arbeitsabsicht und das Produkt reflektieren (kann darüber nachdenken und es vergleichen).

Fingerschnipp
Überflüssig? – Quelle: geralt, Pixabay

Wenn dem Menschen der Zugriff (Beeinflussung, Veränderung, Manipulation) auf den Arbeitsprozess, auf das Produkt und die eigentliche Absicht des Herstellungsprozesses entzogen wird, dann kommt es zum Phänomen (Erscheinung) der Entfremdung.

Der Zugriff auf Prozess, Produkt und Absicht des Arbeitens wird entzogen durch Industrialisierung, Rationalisierung und die Abwertung der Arbeitnehmer zu einer austauschbaren Ware.

Die Entfremdung zeigt sich im Verhältnis:

  • zum Produkt (nicht mehr Eigentum des Arbeiters)
  • zum Produktionsprozess (Arbeiter ist austauschbarer Zeitfaktor, also Ware)
  • zum Prozess der Vergesellschaftung (soziales und politisches Selbstverständnis und Verhältnis zu anderen Arbeitern, das ist Entsolidarisierung)

tmd.

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