Stichwort: Wandel des Arbeitsethos

Handwerker in der Werkstatt
Was ist Arbeit? – Quelle: Pexels, Pixabay

Die Beschäftigung mit dem sich wandelnden Arbeitsethos dient der Hinführung zu den beiden Klassiker der Wirtschaftsethik Adam Smith und Karl Marx.

Unter Arbeitsethos ist hier die gesamtgesellschaftliche Einstellung zur Arbeit zu verstehen, also das, was große Teile der arbeitenden Bevölkerung über ihr Tun denken und wie sie es bewerten. Der Wandel des Arbeitsethos von der Antike über das Mittelalter in die Neuzeit und in die Industrialisierung/Globalisierung ist schnell gelernt.

Antike: Arbeit ist etwas für die Sklaven.
Mittelalter: Arbeit hilft der christlichen Lebensführung und ist Dienst an Gott.
Neuzeit: Arbeit ist, wenn mit Erfolg (Reichtum) verbunden, ein sicheres Zeichen des Segens Gottes (protestantische Ethik).
Industrialisierung: Arbeit ist ein Produktionsfaktor.

Durch die Entfremdung des Arbeiters von seiner Tätigkeit und dem Produkt (Marx) bleibt ein entfremdetes Arbeitsethos übrig. Man arbeitet, um zu überleben (Knechtschaft) oder um mit dem Lohn seine Freizeit zu finanzieren (Freizeit-Freiheit – Robert Menasse). Letzteres ist schon aus der 8. Klasse bekannt. Wichtig ist in diesem Zusammenhang die wissenschaftliche Leistung von Adam Smith. Ihm wird ein eigener Beitrag gewidmet. Marx ebenso. Smith hat Arbeit nicht mehr nur moralisch definiert, sondern nach Marktgesetzen. Damit war die Tür aufgemacht, Wirtschaft abstrakt zu untersuchen. Der Wandel ist zwar nicht umkehrbar, aber nicht endgültig. Arbeit als Ausdruck von Identität und Selbstwertgefühl gibt es, wenn auch nur schichtenspezifisch.

tmd.

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