Stichworte: Naturrecht, Naturgesetz

Polizeiboot
der Staat hat das Gewaltmonopol – Quelle: ptra, Pixabay

Thomas Hobbes macht einen Unterschied zwischen Naturrechten und Naturgesetzen, der für seine Staatstheorie notwendig ist.

Naturrechte sind dem Menschen im Naturzustand gegeben. Der Mensch hat das Recht darauf, alles zu besitzen und die Freiheit, alles zu tun, was er will. Das ist grenzenlose Freiheit und unbeschränktes Recht ohne jegliche Verantwortung.
Es ist „die Freiheit, nach welcher ein jeder zur Erhaltung seiner selbst seine Kräfte beliebig gebrauchen und folglich alles, was dazu beizutragen scheint, tun kann.“ (Leviathan, Kap. 14).

Naturgesetze sind Erkenntnisse der Vernunft. Der Mensch kann, wenn er seine Vernunft gebraucht, erkennen, dass es Regeln braucht, um konfliktfrei zusammenzuleben. Diese Regeln kann der Mensch selbst herstellen.

Daraus folgt aber, dass es eine Staatsgewalt geben muss, die für die Einhaltung der Gesetze sorgt.

Vom Naturrecht (grenzenlose Freiheit verbunden mit dem Krieg aller gegen alle) gelangt man durch Vernunft (Erkennen von Naturgesetzen: Friede muss hergestellt werden) zu einer Rechtsordnung (vom Menschen gemacht), die durch einen starken Staat geschützt und umgesetzt wird.

tmd.

Freiheit und Konflikte

Mädchen
„ich lasse mir nichts gefallen“ – Quelle: galvaniluppi, Pixabay

Selbstbestimmt leben wollen gehört zum Erwachsen werden und setzt Freiheit voraus. Ohne Freiheit ist Selbstbestimmung nichts wert. Es wäre Fremdbestimmung.
Anscheinend läuft der Prozess der Selbstbestimmung in Freiheit nicht ohne Konflikte ab. Konflikte und Streit sind aber für die meisten Menschen sehr unangenehm. Eigentlich wollen wir doch lieber in Harmonie leben.

Die Konflikte im Jugendalter sind „vorprogrammiert“.
Eigene Entscheidungen:

  • sind mit Unsicherheit und fehlender Erfahrung kombiniert,
  • widersprechen den Vorstellungen der Eltern und anderen, die erziehen wollen,
  • sind keine Laborexperimente, sondern risikoreiche Realität.

Eigentlich müsste der Pubertät ein Kurs im Konfliktmanagement vorgeschaltet werden. Aber erst in der Realität, also in der Praxis, kann man den Umgang mit Konflikten lernen. Das ist anstrengend und unangenehm. Die Entwicklung einer eigenen starken Persönlichkeit ist aber ohne Konfliktmanagement nichts möglich.

Was hat das aber mit Moral zu tun?

Wenn es um moralische Entscheidungen geht, geht es auch um Konfliktsituationen. Dilemmageschichten und Gedankenexperimente sind bestes Beispiel. Nun werden die Entscheidungen zu Dilemmasituationen im Laufe des Lebens nicht weniger. Mit Zunahme von Lebensalter, Freiheit und Verantwortung nehmen auch die moralischen Konflikte zu.

Es bleibt also nichts anderes übrig, als zu lernen, mit Konflikten umzugehen.

Merke also: Mehr Freiheit ist auch mehr Verantwortung. Mehr Verantwortung verlangt mehr Kompetenz in Moral und Gebrauch der Vernunft.

tmd.

Verantwortung und Freiheit

Fallschirmspringer
Freiheit und Verantwortung – Quelle: skeeze, Pixabay

Verantwortung empfinden wir als eine Verpflichtung. Eine Verpflichtung gegenüber Einzelnen, einer Gruppe oder auch gegenüber der Gesellschaft. Möglich ist auch, Verantwortung zu sehen gegenüber der Welt insgesamt.
Diese Verantwortung ist gekoppelt an Normen, Werte und letztlich auch an einfache Gesetze. Beispiel: Handlungen sind verboten, die unsere Umwelt, unseren Planeten zerstören.
Die Rückkoppelung an diese Normen und Werte verstellt den Blick auf die Freiheit.
Schließlich muss ich die Normen und Gesetze nicht befolgen. Ich kann auch anders handeln – die Umwelt zerstören. Sich an die Gesetze zu halten und den Normen zu folgen, das braucht eine Begründung. Die Begründung kann nicht in den Normen selbst liegen. Die sind von Menschen gemacht. Warum soll ich ihnen folgen?
Also nochmals: Der moralische Anspruch, Verantwortung zu übernehmen, kann nicht wieder nur durch moralische Normen bedient werden. Denn die sind auch Menschenwerk. Verantwortung muss also an etwas anderes gekoppelt sein. Es ist die Freiheit.

Moralisch verantwortliches Handeln ist grundsätzlich freiwillig. Niemand kann gezwungen werden, Verantwortung nach den Regeln einer Gesellschaft zu übernehmen. Er kann nur mit den Folgen, den Sanktionen, bestraft werden.
Jeder ist aber gefordert, seine Handlungen zu rechtfertigen im Blick auf die moralischen Normen und Werte der Gesellschaft, in der er lebt.
Das kann zur Folge haben, dass er diesen Normen nicht zustimmt. Er kann anders entscheiden und handeln, aber er muss dann eben – weil er frei ist – für das abweichende Handeln und Entscheiden die Verantwortung übernehmen.

Die Koppelung von Freiheit und Verantwortung ist eine große Herausforderung.
Wir müssen angeben: In welcher Welt wollen wir leben. Jeder muss sich fragen: Welcher Mensch will ich sein.
Die Koppelung von Freiheit und Verantwortung ist aber auch eine große Chance. Wir können unsere moralischen Standards verbessern.

tmd.

Merkzettel: Selbstbestimmtes Leben in Freiheit und Verantwortung

ich und die anderen
… ich und die anderen – Quelle: Graehawk, Pixabay

Erwachsen werden ist verbunden mit der Zunahme von Freiheit, die an Verantwortung gekoppelt ist. Ziel ist die Zunahme von Selbstbestimmung im eigenen Leben.

Zunächst die Freiheit und die Verantwortung.
Freiheit ist möglich, aber nicht unbegrenzt. Meine Freiheit endet an den Freiheitswünschen meiner Mitmenschen. Die Grenze zwischen diesen Freiheitsbereichen sind die Normen und Gesetze, die das konfliktfreie Zusammenleben der Menschen ermöglichen.
Die Einhaltung von Normen und Gesetze wird durch Verantwortung eingefordert. Da ich frei bin im Handeln, muss ich dafür auch die Verantwortung übernehmen. Zuwiderhandeln wird bestraft.

Jetzt die Selbstbestimmung.
Der individuelle Freiheitsraum soll beim Erwachsenwerden selbstverantwortlich gefüllt werden. Selbstverantwortlich heißt hier: Ich übernehme bei meinem Handeln Verantwortung für meine Umwelt, aber auch für mich selbst.
Letzteres ist für Jugendliche wichtig. Ich muss die Freiheit so nutzen, dass ich mir selbst nicht schade. Fehlende Erfahrung ist der Grund, dass Jugendliche freiwillig auf ihre Freiheit verzichten durch die Beeinflussung von Werbung und Peergroups, die beispielsweise zu Drogenkonsum verleiten.

Bin ich unter diesen Umständen noch frei in meinen Entscheidungen?
Freiheit setzt immer auch Vernunft voraus. Entscheidungen müssen kritisch bedacht werden.

tmd.

Anmerkung zum Thema Freiheit

Freiheit – Quelle: judithscharnowski, Pixabay

Mein Wunsch, das zu tun, was ich will, findet seine Grenzen in dem Recht der anderen Menschen, die das ebenfalls anstreben. Freiheit ist also nicht grenzenlos. Freiheit erfordert also eine Grenzziehung zwischen meinem Wunsch nach möglichst umfassender Freiheit und dem ebenfalls umfassenden Wunsch der anderen Menschen.
Diese Grenzen sind Gesetze, Normen, Werte usw.

Dennoch darf ich fragen, warum ich diese Gesetze eigentlich einhalten soll? Ich könnte doch auch versuchen, die Grenzen zu meinen Gunsten zu verschieben.
Dem ist nicht viel entgegenzusetzen. Ich könnte nur noch einwenden, dass dann das Zusammenleben der Menschen nicht gerade einfacher wird. Aber solange ich der Stärkere bin – was soll mich davon abhalten, meine Freiheit auf Kosten der anderen Menschen auszuleben?

Es gibt nur einen Grund. Ich gehe davon aus, dass alle Menschen die gleichen Rechte haben und diese Rechte geschützt werden müssen. Unter dieser Voraussetzung muss ich dann dafür sorgen, dass alle Menschen die größtmögliche Freiheit haben können.
Ich muss also mein Handeln genau an dieser Regel orientieren. Ich bin also wieder auf Moral angewiesen.

Was tun, wenn sich jemand nicht daran hält?
Er muss die Verantwortung für sein Handeln übernehmen. Verantwortung ist die Regulation der Freiheit. Wer die Verantwortung für das Recht aller Menschen auf Entfaltung ihrer Freiheit verletzt, der muss mit Konsequenzen rechnen. Er verliert seinen Anspruch auf Freiheit.

tmd.

Erwachsenwerden einüben

Bildung und Konstruktion einer eigenen, noch dazu unverwechselbaren Identität bereitet große Schwierigkeiten. Das zeigen die Diskussionen und Fragen zum Thema.
Identitätsbildung und Identitätskonstruktion sind ein wesentlicher Bestandteil im Prozess beim Erwachsenwerden. Man lernt – oder sollte lernen – über sich selbst nachzudenken. Im Lehrbuch heißt es dazu: Stärken und Schwächen erkennen. Das ist auch in dem Satz: Erkenne dich selbst, enthalten. Das Fachwort dazu heißt Reflexion.

Ballet
Identität macht den Unterschied – Quelle: sobima, Pixabay

Wer im Prozess des Erwachsenwerdens drinnen steckt, dem hilft das zunächst mal wenig. Wenn man nicht angefangen hat mit dem „sich selbst erkennen“, wie soll man wissen, wie das geht? Außerdem besteht die Gefahr, dass man etwas über sich herausfindet, was man nun gar nicht gerne wissen will.

Was also tun?, werde ich gefragt. Gibt es nicht irgendeine Methode, eine Technik, die man anwenden kann? So ähnlich, wie man in der Schule Fremdsprachen lernt.

Die Antwort ist einfach und doch gleichzeitig kompliziert. Orientiere dich an Älteren und versuche sie nachzuahmen. Klingt ziemlich banal, ist es aber nicht. Denn um eine soziale Rolle zu spielen, dazu gehört eine ganze Menge Mut und Selbstbewusstsein. Identitätskonstruktion ist wie die Aufführung eines Theaterstücks ohne längere Proben. Aber es ist eben kein Spiel. Wenn es nicht funktioniert – dann ist das oft eher peinlich. Du willst dich im Sport geben wie die Profis – doch es endet nur in einem lächerlichen Auftritt.

Also versuchen viele Kinder in der Gruppe erst mal das dort typische Gruppenverhalten zu kopieren.
Das ist doch keine individuelle Identitätskonstruktion!, sagen dazu die SuS.
Richtig! Aber damit ist zumindest mal ein Anfang gemacht zum Einüben neuer Rollen und neuer Bausteine für deine Identität. Wenn du erst mal an kleinen Rollen geübt hast, den Jugendlichen zu spielen, dann kannst du so weitermachen.

Wird man damit nicht zum Abziehbild seiner Freunde?
Klar, das wirst du – aber nur auf den ersten Blick. Äußerliche Merkmale wie Mode und dergleichen, musst du nicht überbewerten. Jede Altersgruppe schafft sich ihre eigene Kultur in Musik und Mode. Du kannst dir schließlich ab sofort auch neue Mosaiksteine für deine individuelle Identität heraussuchen, die zu dir passen. Und nach einigen Versuchen erkennst du selbst, dass du dich verändert hast. Das ist es auch, was Anne Frank in ihrem Tagebuch dazu schreibt.

tmd.

Moral ist keine Spielerei

Frau mit Waffe
kein Spiel – Quelle: Pexels, Pixabay

Das Gewissen als autonome Instanz funktioniert nicht auf Knopfdruck. Es ist weder angeboren, noch bildet es sich aus dem Nichts. Gewissen als autonome Instanz ist das Produkt von freiem moralischen Handeln und Übernahme von Verantwortung für das eigene Handeln.
Das Dreiecksverhältnis von autonomem Gewissen, Freiheit und Verantwortung lässt sich also nicht auflösen.
Die Gewissenspflege, also die Rückschau auf und die Bewertung von Handlungen (evaluativ) und die moralisch gestützte Entscheidungshilfe (präskriptiv) zu geplanten Handlungen, bringt die moralische Instanz erst hervor.
Insofern ist der Begriff „Pflege“ irreführend, weil man meint, es gebe da etwas zu pflegen, was schon vorhanden ist. Vielmehr entsteht das Gewissen erst durch den „pflegenden Gebrauch“, also durch Evaluation und Präskription.
Was war also zuerst vorhanden?
Das verantwortliche freie moralische Handeln.
Dieses muss aber eingeübt werden. Diese Art der Übung ist nicht spielerisch.

Jegliche Art von Spielerei entzieht der Freiheit den Boden, nämlich die Verantwortung.

Rollenspielereien im Unterricht sind demnach weder exemplarisch noch zielführend. Es ist Sozialisation in die falsche Richtung: Moral als Theater.

tmd.

Autonomie – Verantwortung – Freiheit

freiheit
Freiheit und Verantwortung – Quelle: Free-Photos, Pixabay

Das Gewissen als moralische Instanz ist autonom gegenüber unkontrollierten Einflüssen der sozialen Umwelt. Der Mensch ist dabei verantwortlich für sein Handeln. Er kann und muss sich an die Weisungen des autonomen Gewissens halten. Er kann sich aber andererseits auf das Gewissen berufen. Das gibt dem Menschen die Möglichkeit und Freiheit, anders zu handeln als es die soziale Umwelt verlangt.
Aus dem Gedanken der Autonomie des Gewissens folgt also, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen, aber auch die Freiheit einzufordern, gemäß dem Gewissen zu handeln.
Die Gewissensfreiheit ist im Grundgesetz geschützt durch den Artikel 4.
Wir behandeln also das Gewissen verfassungsrechtlich als moralische Instanz.

Diese Gewissensfreiheit hat allerdings auch ihren Preis. Ich muss die Anwendung der Autonomie pflegen. Wenn ich das nicht mache, dann kann ich mich auch nicht auf die Autonomie berufen. Diese Art der Gewissenspflege funktioniert folgendermaßen: Ich kann zurückblicken auf vergangene Handlungen (präskriptiv) und vorausblicken auf geplante Handlungen (evaluativ).
(Achtung: in einem Lehrbuch wird der Begriff präskriptiv vom Fehlerteufel niedergemacht und übrig bleibt das Wort deskriptiv.)
Die präskriptive und evaluative Funktion dient also der Vergangenheits- und Zukunftsbewältigung.

tmd.

Macht mich meine Arbeit glücklich?

Den Unterschied von „arbeiten, um zu überleben“ oder „leben, um sich selbst zu verwirklichen, um tätig zu sein“, kennen wir bereits aus den Beiträgen „Den Sinn des Lebens gibt es nicht auf Rezept“ und „„Sinnsuche und Moral“. In diesen Beiträgen habe ich mich damit beschäftigt, dass Arbeit den Sinn des Lebens beeinflusst, sogar ein wichtiger Faktor ist bei der Frage „Wie wollen wir leben“. Die Frage nach dem „Wie“ ist dabei die philosophische Frage nach dem guten, glücklichen Leben.

Hier in diesem Beitrag werde ich Arbeit soziologisch und psychologisch näher erklären. Beginnen wir mit der Psychologie. Arbeit ist der Gegensatz zur Freizeit. Diese Unterscheidung klingt zunächst einfach, ist es aber nicht. Schnell stellen wir fest, dass unterschiedliche Menschen Arbeit und Freizeit unterschiedlich bewerten. Das geht soweit, dass einige Menschen als Freizeit ansehen, was andere als Arbeit sehen. In der Freizeit im eigenen Garten zu arbeiten ist demnach für den Hobbygärtner etwas anderes als für den Landschaftsgärtner, der damit sein Geld verdient. Objektiv gesehen ist die Arbeit aber dieselbe.

Damit verliert die Unterscheidung von „tätig sein“ und „arbeiten, um zu überleben“ aber die nötige Trennschärfe. Wann ist Arbeit etwas, was mein Leben zu einem guten und glücklichen macht? Die Frage nach der richtigen Arbeitsmoral ist damit noch schwerer zu beantworten.

Es gibt nun weitere Merkmale von Arbeit: Macht, Leistungsdruck, Lohn, Zugang zu Arbeit, Recht auf Arbeit. Diese Merkmale werden oft abgehandelt, ohne die Leitfrage nach dem „Glücklichsein“ zu stellen.
Die Antwort auf die Frage „Bin ich in meinem Job glücklich?“ braucht eine soziologische Fragestellung: Wer fühlt sich in welchem Job unter welchen Bedingungen glücklich. Das ist die zentrale Frage. Es gibt also nicht mehr eine oder zwei Wege durch und mit Arbeit ein gutes/glückliches Leben zu führen, sondern mehrere, die auch unterschiedliche Arbeitsmoralen voraussetzen.

Ein glücklicher Bauer
Ist dieser Bauer glücklich? – Quelle: rottonara, Pixabay

Ist hier noch eine Bewertung möglich? Es gibt einen Ansatz, der in der Diskussion um Arbeitsmoral immer wieder auftaucht und eine Bewertung nahelegt. Wer sein Leben als Herausforderung sieht, tätig zu sein und sich selbst zu verwirklichen, der wird seiner Arbeit gegenüber eher eine Haltung entwickeln, die mit dem alten Wort „Berufung“ beschrieben werden kann.

Wer seine Arbeit als Gelderwerb sieht, um sich damit das einzukaufen, was ihm als Person fehlt – Macht, sicherer Arbeitsplatz, Freizeit – wird seine Arbeit eher als Job bezeichnen. Für ihn ist der Gelderwerb dazu da, beispielsweise in der Freizeit sich die Freiheit einzukaufen, die ihm im Job fehlt.

Meine Merkformel dazu ist: Entweder Freiheit im Beruf oder eine Ersatz-Freiheit in der Freizeit. Der Philosoph Robert Menasse hat diese Formulierung in einem lesbaren Interview im fluter-Heft Arbeit der Bundeszentrale für Politische Bildung verwendet. Sie ist aber auch bei anderen Philosophen zu lesen.

Warum sind diese Überlegungen moralische Überlegungen?, werde ich immer wieder gefragt. Antwort: Es ist eine grundsätzlich moralische Frage, ob ich im Leben glücklich sein will oder kann. Arbeit bestimmt mein Leben. Also sollte ich unbedingt etwas dafür tun, dass ich in der Arbeit zufrieden bin und mich wohl fühle, damit ich daraus „Glücklichsein“ ableiten kann.

Viele Firmen geben heutzutage viel Geld aus, damit sich ihre Mitarbeiter am Arbeitsplatz wohl fühlen. Soll man das glauben, dass es den Vorständen von Weltkonzernen um das Glück der Menschen geht?

tmd.