Kinder als Riesen und Erwachsene als Zwerge

Kinder als Riesen geboren – zu Erwachsenen geschrumpft

Kürzlich habe ich einige Zeilen eines deutschen Liedermachers gelesen. Dort heißt es in etwa, dass Kinder als Riesen geboren und im Laufe der Erziehung zu Erwachsenen geschrumpft werden. Der Gedanke, der dahinter steht ist: Kinder sind insgesamt in Ordnung, aber wir, die Erwachsenen, machen sie zu Zwergen, weil wir selbst schon (durch Erziehung) verzwergt sind. Das klingt zunächst pädagogisch mitreißend und unheimlich verständnisvoll. Ach, die lieben Kleinen. Doch Vorsicht! Was ist das für ein Menschenbild? Die Kinder sind ursprünglich „echt“ und „unverstellt“. Das ist die Hoffnung bzw. die Annahme, die hinter dem Gleichnis mit den Schrumpfriesen steht. Sofort fällt einem dabei Matthäus 18:3 ein: Wenn ihr nicht (…) werdet, wie die Kinder.

Jean-Jacques Rousseau oder Thomas Hobbes

Dieses Menschenbild ist nicht neu. J.J.R. ist davon ausgegangen, dass der Mensch von Natur aus gut und friedlich ist. Erst die Kultur, die Erziehung nimmt ihm seine wirkliche Identität. Erziehung ist an allem Schuld. J.J.R war ein Einzelgänger. Nur so ist sein Menschenbild verständlich. Thomas Hobbes (das ist der andere Vertragstheoretiker, den man in Ethik an bayerischen Gymnasien kennenlernt) hatte da eine andere Meinung. Seine Meinung, die eher der eines erfahrenen Streetworkers in Europas Metropolen gleicht, ist da etwas realistischer. Menschen sind egoistisch und streitbar. Damit sich die Menschen nicht gegenseitig umbringen, muss es jemanden geben, der Ordnung herstellt. Damit Kinder später am sozialen Leben teilnehmen können, müssen gelegentlich „Leitplanken“ gezogen werden, damit die „Kleinen“ nicht auf die schiefe Bahn geraten.

Zwerge & Riesen – Quelle: cocoparisienne, Pixabay

Vor diesem Hintergrund sieht das Gleichnis von den Schrumpfriesen und den Zwergerwachsenen anders aus. Ein Gedankenexperiment: Wie würde unsere Wirtschaft funktionieren, wenn an den Schaltstellen egoistische Streithansel oder sozial inkompetente Eigenbrötler sitzen würden? Gar nicht! Und was für eine Moral hätten wir, wenn wir Kleinkindern die Entscheidung diesbezüglich überließen?

Rolle als Maske oder Rolle als Identität

Philosophisch steht hinter dieser Frage nach Erziehung oder nicht, die Frage nach der Sozialen Rolle. Gibt es hinter der anerzogenen Rolle noch so etwas wie eine Person ohne Maske? Sozialpsychologen und Soziologen sind der Meinung, dass Menschen immer eine soziale Rolle spielen (müssen). Siehe hierzu auch die Blog-Beiträge: Wir alle spielen Theater.

Buchempfehlungen:
Ralph Dahrendorf: Homo Soziologicus.
Erving Goffman: Wir alle spielen Theater.

tmd.

Hobbes und die Sicherheitsdebatte

Menschenkette, Weltkarte
Gemeinsam geht´s – Quelle: geralt, Pixabay

„Je vielfältiger eine Gesellschaft, desto unmissverständlicher ihre Gesetze.“ Zwei Redakteure der Wochenzeitung DIE ZEIT haben das geschrieben (am 29.12.2016 auf der Titelseite). Der Satz gefällt allen, die von multikulti endgültig enttäuscht sind oder nie daran geglaubt haben und statt dessen die Sicherheit des Gemeinwesens und das friedliche Zusammenleben im Blick haben. Wer jedoch konservative Innenminister kritisiert, der wird eher so argumentieren: Wir haben doch schon genug Gesetze. Es geht also wieder mal um die Umsetzung von Gesetzen, welche die Sicherheit des friedliebenden Bürgers garantieren sollen.

Einen ernst zu nehmenden Vorschlag hat Thomas Hobbes gemacht, den wir schon aus mehreren Blog-Beiträgen kennen. Die Zeitgenossen von Hobbes waren nun wirklich nicht so pluralistisch aufgestellt und erst recht nicht multikulti wie unsere Gesellschaft. Aber es waren – jeder für sich, so meinte Hobbes – allesamt ausgeprägte Egomanen. Daher auch die Sprüche, die man im Ethik-Unterricht lernt: Der Mensch ist des Menschen Wolf, z.B.

Hobbes hatte natürlich auch Gesetze im Sinn, die das Zusammenleben friedlich regeln. Aber sehr viel interessanter war sein Vorschlag, wie man die Gesetze umsetzt, also anwendet. Seine Idee mit dem Leviathan kennen wir. Die Kritik daran kennen wir auch. Heute nennen das die Kritiker konservativer Innenminister: Überwachungsstaat. Ein ehemaliger Bürgermeister von Berlin soll zu dem Thema gesagt haben, dass er lieber gefilmt werde beim U-Bahn fahren, als in Gefahr zu sein verprügelt zu werden. Schauen wir uns doch den Leviathan genauer an. Er besteht aus den Bürgern des Landes, die sich ein umfassendes Sicherheitssystem schaffen wollen. Nichts anderes sind die Bürger unserer Republik. In der Verfassung heißt es in Art. 20 (2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Und dieser Vertrag (das Grundgesetz) kann genauso wie bei Hobbes nicht einfach geändert werden. Im Kern der deutschen Verfassung heißt es in Art. 79, dass eine Änderung der in Art. 20 gelegten Grundsätze unzulässig sei.

Wenn also ein Gemeinwesen sich Sicherheit schaffen will und das auch durchsetzen kann, dann handeln Kritiker, die das aus wahltaktischen Gründen machen, ziemlich verantwortungslos.

tmd.

Sicherheit und Freiheit

Piratenromantik
Piratenromantik – Quelle: ptra, Pixabay

Kürzlich fiel mir eine Wandwerbung der Piraten auf. Die Piraten sind eine politische Gruppierung, die vor einigen Jahren die Aufmerksamkeit auf sich zog. Politische Arbeit wurde als Tätigkeit am Notebook oder Smartphone dargestellt und es gab auch einen flotten Spruch: die politischen Gremien zu entern. Entern ist ein Begriff, der für die Beschreibung der Eroberung eines Schiffes von einem anderen Schiff aus gebraucht wird. Soviel zu der Politik-Piraten-Romantik dieser Partei.

Die Werbung, die ich erwähnte, hatte die Überschrift: Freiheit oder Sicherheit. Wer einem dabei reflexartig einfällt, das ist Thomas Hobbes (1588-1679). Ist er doch derjenige, der das Thema erst so richtig aufgemacht hat. Bei ihm stand Sicherheit an erster Stelle. Das ist verständlich, wenn man sich die Zeiten vor Augen führt, in denen er gelebt hat: ständiger Bürgerkrieg, Angst ums Überleben, keine Möglichkeit für die Zukunft zu planen. In einer solchen Situation ist es nur verständlich, wenn man nach einer starken Hand sucht, die Ordnung herstellt.

Das wird oft vergessen und Hobbes wird für sein pessimistisches Menschenbild gescholten. Der Mensch ist egoistisch und jeder Mensch ist des anderen „Wolf“. Dabei unterschlägt man jedoch, dass Hobbes‘ Menschenbild und seine Vorstellungen eines Staates, der wie ein Uhrwerk funktioniert, nur dazu dienten, seiner Grundannahme, dass der Bürger ein grundsätzlich freier Bürger ist, Geltung zu verschaffen.

Natürlich lernen wir für den Unterricht den Merksatz: Freiheit oder Sicherheit. Damit können wir dann diese schrecklich schrägen Vergleiche mit J.J. Rousseau durchführen. Aber für Hobbes war der Bürger in erster Linie ein freier Bürger, der sich das Recht nimmt, die politischen Verhältnisse so zu ordnen, das er, der freie Bürger, in einer Gemeinschaft sicher leben kann. Und dafür muss Sicherheit hergestellt werden.

Eine Gesellschaft, die in absoluter Sicherheit lebt, kann sich Gedanken machen über Freiheit, die ihr fehlt. Freiheit ist jedoch nur dann ein Thema für Menschen, wenn sie, die Menschen, für sich Freiheit grundsätzlich beanspruchen. Vielleicht sind die Piraten beim Entern der politischen Macht deshalb baden gegangen, weil die Wähler die Sicherheit vor Terroranschlägen wollten.

tmd.

Zeigt den Störern die Rote Karte

Warum streiten Menschen? Hierzu gibt es keine einfache Antwort! Je mehr man weiß, desto mehr schlaue Antworten kann man geben. Gibt es wirklich keine einfachen Antworten?
Nein! Aber es gibt Versuche für eine Antwort.

Kleine Kinder meinen, dass sie alles haben können, was ihren gefällt. Kinder meinen, dass ihre eigene Meinung und nur ihre Meinung die richtige Meinung ist. Bald merken sie aber, dass das nicht „zielführend“ ist.

you can’t always get, what you want“ (Rolling Stones, 1969).

In einem Ethikbuch wird hierzu der Altmeister der Konfliktforschung, Thomas Hobbes, genannt. Er sagt, was die Gründe für Streit und Konflikte sind: Konkurrenz, Ruhmsucht und Mangel an Selbstvertrauen.
Die ersten beiden Gründe sind keine Aufreger. Natürlich sind das Gründe für Konflikte. Aber was soll das sein, das mit dem Selbstvertrauen?

Hobbes ist hier nicht Politiker, sondern Psychologe. Er sagt uns, was uns antreibt, wenn wir Konflikte suchen und austragen: Menschen, die mit sich selbst nicht zurecht kommen, die mit ihrem Leben nicht zufrieden sind, die sind diejenigen, die sehr viel öfter Konflikte suchen. Warum?

Puppe im SPiegel
Spiegeln der inneren Konflikte – Quelle: Desertrose7, Pixabay

Man muss es leider so sagen. Diese Menschen „spiegeln“ ihre eigenen inneren Konflikte auf ihre Umwelt. Was bedeutet das? Diejenigen, die Streitereien anfangen, die andere Menschen beleidigen oder – in Schule und Beruf – mobben, die sind eigentlich die „kleinen Lichter“. Sie haben Probleme im Umgang mit anderen Menschen, sie sind die eigentlichen „Verlierer“.

Warum kann man diesen Menschen, die selbst nicht in der Lage sind, ihr eigenes Leben in den Griff zu bekommen, nicht Einhalt gebieten? Warum kann man diese Störenfriede in der Gesellschaft nicht daran hindern, weiter ihr Unwesen zu treiben?
Hobbes hoffte auf eine Lösung, die er in seinen Büchern beschrieb. Da muss es einen geben, der für Ordnung sorgt und allen, die Konflikte machen, die rote Karte zeigt.
Funktioniert das? Ja!, aber leider nicht immer! Hobbes hatte mit seiner Theorie keinen Erfolg.

Was also tun?
Mutig gegen Mobbing vorgehen. Diejenigen verteidigen, die es sich selbst nicht zutrauen. Konflikte untersuchen und den Gegner nicht als Feind ansehen. Denn jeder Mensch will etwas, was auch ein anderer will. Darin sind sich alle Menschen ähnlich. Auch das lernen wir von Hobbes.

Was fehlt uns? Eigentlich nur Mitgefühl. Das ist die Empathie, die beim moralischen Handeln so wichtig ist.
Wo kann ich das lernen? Im Alltag! In der Familie! In Freundschaft!

In der Schule? Ich weiß es nicht!

tmd.

Thomas Hobbes revisited

Der Selbsterhaltungstrieb bringt den Menschen dazu, Verträge mit anderen Menschen zu schließen, die Sicherheit garantieren.

Der kurze Text zu Thomas Hobbes „Sicherheit statt Freiheit“ in diesem Blog bedarf unbedingt einer Ergänzung, die über das Minimalwissen für eine Prüfung hinausgeht.

Hobbes ist der erste von den drei Theoretikern (die in der 10. Klasse an bayerischen Gymnasien behandelt werden), die sich Gedanken über einen Gesellschaftsvertrag gemacht haben. Bei einem Vergleich mit den anderen wird er immer wieder zu Unrecht in die Ecke gestellt. Insbesondere in die rechte. Einige Interpreten machen ihn zum Vordenker eines totalitären Staates. Andere versuchen seine Beschreibung des Naturzustandes in Frage zu stellen, indem sie nachweisen, dass die Argumente von Hobbes eigentlich nur Spekulation sind. Da braucht man nichts nachweisen. Es ist ein Gedankenexperiment.

So einfach will ich es mir nicht machen, Hobbes gerecht zu werden.
Außerdem wissen wir bereits, das die philosophische Erkenntnis, und natürlich auch die naturwissenschaftliche (nicht alle Naturwissenschaftler hören das gerne) abhängig ist vom Interesse.

Der Naturzustand bei Hobbes ist ein Gedankenexperiment! Man kann es nicht oft genug wiederholen. Den Naturzustand, den Hobbes beschreibt, konnte er – und können wir – historisch nicht nachweisen. Das ist aus seinen Texten nicht abzuleiten und man kann es auch nicht unterstellen, dass er so etwas wollte. Es ist richtig, dass Hobbes als Beispiel für vorstaatliche Gesellschaften die Indianer Amerikas nannte. Das waren zum Teil rassistische Spekulationen. Aber das macht das Gedankenexperiment insgesamt nicht hinfällig. Hobbes hat das Menschenbild des Staatsbürgers psychologisiert. Er hat gefragt, wie der Mensch in einem Staat in Sicherheit leben kann, wenn er so und nicht anders gestrickt ist, nämlich egoistisch. Das ist der eigentliche Fortschritt bei Schaffung eines Menschenbildes. Der Mensch ist nicht böse, weil es den Teufel gibt oder sonstige finstere Mächte, er ist egoistisch von Natur her.

Verstand gebrauchen
Den Verstand gebrauchen – Quelle: geralt, Pixabay

Hobbes ist ein Kind der Aufklärung. Er glaubt fest daran, dass der Mensch ein vernunftgesteuertes Wesen ist. Er bringt die Vernunft ins Spiel, lange bevor sie von Immanuel Kant besetzt wurde. Hobbes sagt, dass der egoistische Mensch erkennt, dass es bestimmte Naturgesetze gibt, die bei der Staatsbildung beachtet werden müssen. Naturgesetze sind bei Hobbes aber nicht physikalische Gesetze. Es sind von der Vernunft entdeckte Vorschriften für die Vergesellschaftung: Das ist z.B. das Streben nach Frieden, Einhaltung von Verträgen und vieles mehr. Hobbes macht im Leviathan etliche Vorschläge, die in ähnlicher Form später auch bei Kant in seiner Schrift zum ewigen Frieden auftauchen. Die Leistung der Vernunft leitet er aber nicht aus moralischen Vorschriften ab, sondern aus dem Selbsterhaltungstrieb des Menschen.

Ich will mich hier nicht mit der Widerlegung der oft unsachlichen Auseinandersetzung mit Hobbes aufhalten. Zwei Punkte erscheinen mir bemerkenswert und sollen hervorgehoben werden.

  • Hobbes war der erste Theoretiker, der die Staatsgründung und die Vergesellschaftung per Vertrag so ausdrücklich und zentral formulierte. Die Bürger stehen im Mittelpunkt, die Bürger handeln, die Bürger sind alle gleich!
  • Hobbes geht bei der Konstruktion seines Menschenbildes vernunftorientiert vor, also rational, nicht empirisch. Er ist eben ein Kind der Aufklärung. Wie ein Naturwissenschaftler fragt er, woraus der Staat besteht: aus Menschen. Also muss ich wissen, wie der Mensch funktioniert. Bei dieser Frage lässt er sich dann von seinen Erfahrungen aus dem englischen Bürgerkrieg leiten. Und Hobbes fragt weiter, wie muss der Gesellschaftsvertrag aussehen, wenn der Mensch so und nicht anders gestrickt ist, damit der Staat die Sicherheit der Bürger garantieren kann.

Die neuere Politikforschung hat Hobbes längst wieder entdeckt. Die Bürgerkriegssituation, die Hobbes in seiner Heimat England erlebt und gefürchtet hat, wird auf die Internationale Politik und ihre „neuen Kriege“, die asymmetrischen Kriege übertragen. Es hat schon einen gewissen Reiz, sich vorzustellen, dass ein „Leviathan“ auf unserem Planeten für Frieden sorgen könnte. Also kein IS-Terror, kein Syrien-Krieg usw.

tmd.

Naturzustand

Der „Naturzustand“ ist ein Gedankenexperiment der Philosophen (hier Hobbes, Rousseau und Kant). Sie konstruieren damit ein angeblich natürliches und ursprüngliches Menschenbild: So ist der Mensch wirklich.

Gemälde von Lucas Cranach, das Adam & Eva im Garten Eden zeigt
Lucas Cranach, Adam und Eva – Wikipedia

Aber da ist wohl was schiefgelaufen, mit dem Menschen, sagt Rousseau. Denn der Mensch ist plötzlich gar nicht mehr glücklich wie im Naturzustand. Und Hobbes sagt, dass die Menschen sich gegenseitig ausrotten werden, wenn man gegen den Naturzustand nichts unternimmt.
Das Menschenbild des Naturzustandes ist also die Basis einer Gesellschaftsanalyse mit der großen Frage: Warum funktioniert die Vergesellschaftung nicht. Beide, Hobbes und Rousseau haben unterschiedliche Antworten, aber eine formal gleiche Lösung: Ein Gesellschaftsvertrag muss her, dann wird alles gut.
tmd.

Menschenbilder

Menschenbilder sind Modelle, die die Erkenntnisfähigkeit von Menschen beschreiben. Das funktioniert nach dem Muster: Der Mensch ist mit bestimmten Fähigkeiten ausgestattet oder hat bestimmte Anlagen und kann deswegen die Welt und Wirklichkeit so und nicht anders erkennen. „Menschenbilder“ weiterlesen

Sicherheit statt Freiheit: Thomas Hobbes

Für Hobbes sind alle Menschen gleich. Damit meint er, dass alle Menschen die gleichen Chancen haben, sich im Leben durchzusetzen. Sicher gibt es welche, die stärker sind oder schlauer, aber das können die Menschen ausgleichen. Die Schwachen können sich zusammentun gegen einen Starken oder ein schlauer Mensch kann einen starken besiegen. Außerdem haben alle Menschen das gleiche Recht auf alles. Wer etwas haben will, der nimmt es sich. Klar, dass so Streit und Krieg vorprogrammiert sind.
Was tun?

Thomas Hobbes Portrait
Thomas Hobbes, aus einem Gemälde von J. M. Wright – Quelle: Wikipedia

Hobbes rät, dass alle Menschen ihr Recht auf Gewaltanwendung aufgeben – also einen wesentlichen Teil ihrer Freiheit. Sie schließen miteinander einen Vertrag und geben einem Menschen die volle Macht. Wozu und wofür? Dieser eine Alleinherrscher hat ab sofort das Recht und die Pflicht (!), für Recht und Ordnung zu sorgen. Hobbes nennt ihn Leviathan (biblisches Ungeheuer). Die Bürger tauschen also Freiheit gegen Sicherheit.
tmd.