Über Konkurrenz im Arbeitsleben

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nur gemeinsam sind wir stark – Quelle: skeeze, Pixabay

Der Wert des Menschen besteht nicht nur in Arbeits- oder Schulleistungen. Das ist die Antwort auf die Erfahrung, dass es in Schule und Beruf Leistungsdruck gibt; im Berufsleben zudem noch Konkurrenz.

Wie mit dieser Situation umgehen?
Der Einzelne muss seine Leistungsgrenzen feststellen und mit seinen Zielen abgleichen. Das ist der Vorschlag der Psychologen. Dann kann er auch die Konkurrenz wagen. Jeder ist seines Glückes Schmied!

Was ist das für ein Menschenbild, das hier gefordert wird? Wie verträgt sich das mit dem Anspruch, eine moralisch ernstzunehmende Gesellschaft zu verwirklichen?

Gar nicht!

Die meisten Menschen arbeiten, um zu leben und zu überleben. Nur wenige verdienen so viel, dass sie sich in der Freizeit die Freiheit zurückkaufen können, die ihnen im Job genommen wurde. Die allerwenigsten Menschen verbringen ihr Leben mit einer Tätigkeit, die ihnen Selbstverwirklichung vermittelt.

Vor diesem Hintergrund ist es einem Hohn gleich, dass die Probleme in der Arbeitswelt individualisiert werden. Eine Gesellschaft, die Wettbewerb in einer derart darwinistischen Form zulässt, kann nicht moralisch genannt werden.

Wenn die Gesellschaft ausschließlich nach dem Muster von Konkurrenz funktioniert, dann ist sie nicht moralisch.

Wenn die Arbeitswelt den Menschen nur noch als Mittel im Wettbewerb sieht, dann kann sie nicht moralisch genannt werden.

tmd.