Philosophie als Waffe im Kampf um die politische Macht

Im ausgehenden 5. vor-christlichen Jahrhundert versuchen die Sophisten in Griechenland und insbesondere in Athen, die Macht an sich zu reißen. Ihre Parole lautet: Der Mensch ist das Maß aller Dinge. Damit legitimieren die Sophisten jede nur mögliche politische Ordnung. Sie muss nur zu den jeweiligen Akteuren passen, den Herrschern und Beherrschten. Nicht mehr die alten Tugenden zählen, sondern nur noch die möglichst beste Argumentation, um die angestrebte politische Ordnung herzustellen. Das ist radikale Aufklärung. Der Mensch ist sein eigener moralischer Gesetzgeber. Das ist in erster Linie eine radikale subjektive Weltsicht, jedoch letztlich die Geburtsstunde des Ethischen Relativismus. „Philosophie als Waffe im Kampf um die politische Macht“ weiterlesen