Merkzettel: Selbstbestimmtes Leben in Freiheit und Verantwortung

Tagebuch schreiben
Merkzettel – Quelle: picjumbo_com, Pixabay

Erwachsenwerden ist verbunden mit der Zunahme von Freiheit, die an Verantwortung gekoppelt ist. Ziel ist die Zunahme von Selbstbestimmung im eigenen Leben.

Zunächst die Freiheit und die Verantwortung.
Freiheit ist möglich, aber nicht unbegrenzt. Meine Freiheit endet an den Freiheitswünschen meiner Mitmenschen. Die Grenze zwischen diesen Freiheitsbereichen sind die Normen und Gesetze, die das konfliktfreie Zusammenleben der Menschen ermöglichen.
Die Einhaltung von Normen und Gesetze wird durch Verantwortung eingefordert. Da ich frei bin im Handeln, muss ich dafür auch die Verantwortung übernehmen. Zuwiderhandeln wird bestraft.

Jetzt die Selbstbestimmung.
Der individuelle Freiheitsraum soll beim Erwachsenwerden selbstverantwortlich gefüllt werden. Selbstverantwortlich heißt hier: Ich übernehme bei meinem Handeln Verantwortung für meine Umwelt, aber auch für mich selbst.
Letzteres ist für Jugendliche wichtig. Ich muss die Freiheit so nutzen, dass ich mir selbst nicht schade. Fehlende Erfahrung ist der Grund, dass Jugendliche freiwillig auf ihre Freiheit verzichten durch die Beeinflussung von Werbung und Peergroups, die beispielsweise zu Drogenkonsum verleiten.

Bin ich unter diesen Umständen noch frei in meinen Entscheidungen?
Freiheit setzt immer auch Vernunft voraus. Entscheidungen müssen kritisch bedacht werden.

tmd.

Anmerkung zum Thema Freiheit

Freiheit – Quelle: judithscharnowski, Pixabay

Mein Wunsch, das zu tun, was ich will, findet seine Grenzen in dem Recht der anderen Menschen, die das ebenfalls anstreben. Freiheit ist also nicht grenzenlos. Freiheit erfordert also eine Grenzziehung zwischen meinem Wunsch nach möglichst umfassender Freiheit und dem ebenfalls umfassenden Wunsch der anderen Menschen.
Diese Grenzen sind Gesetze, Normen, Werte usw.

Dennoch darf ich fragen, warum ich diese Gesetze eigentlich einhalten soll? Ich könnte doch auch versuchen, die Grenzen zu meinen Gunsten zu verschieben.
Dem ist nicht viel entgegenzusetzen. Ich könnte nur noch einwenden, dass dann das Zusammenleben der Menschen nicht gerade einfacher wird. Aber solange ich der Stärkere bin – was soll mich davon abhalten, meine Freiheit auf Kosten der anderen Menschen auszuleben?

Es gibt nur einen Grund. Ich gehe davon aus, dass alle Menschen die gleichen Rechte haben und diese Rechte geschützt werden müssen. Unter dieser Voraussetzung muss ich dann dafür sorgen, dass alle Menschen die größtmögliche Freiheit haben können.
Ich muss also mein Handeln genau an dieser Regel orientieren. Ich bin also wieder auf Moral angewiesen.

Was tun, wenn sich jemand nicht daran hält?
Er muss die Verantwortung für sein Handeln übernehmen. Verantwortung ist die Regulation der Freiheit. Wer die Verantwortung für das Recht aller Menschen auf Entfaltung ihrer Freiheit verletzt, der muss mit Konsequenzen rechnen. Er verliert seinen Anspruch auf Freiheit.

tmd.

Zurück in den Kerker der Sinne?

Kerker der Sinne
Don’t look back – Quelle: Lysons_editions, Pixabay

Hat man den Kerker der Sinne erst einmal verlassen, dann sollte es kein zurück geben. Denn wer anschließend sich in die Welt der Sinnestäuschungen und Schatten begibt, der ist in großer Gefahr.
Er muss sich mit Fake News auseinandersetzen und Verschwörungstheorien. Er muss gegen die Verdummung durch die Medien kämpfen und das Verschwinden der Tugenden.

Dennoch machen sich immer wieder einige auf den Weg zurück in die Höhle, um dort jemanden zu retten. Dabei wissen wir, dass schon Platon als Philosophielehrer und Politikberater keinen Erfolg hatte.

tmd.

Merkzettel: Wahrheitstheorien

Mädchen sucht im Internet
Suche nach Wahrheit – Quelle: StockSnap, Pixabay

Was wir als Wahrheit bezeichnen, können wir mit den vier Wahrheitstheorien feststellen. Wahr ist demnach:

  • Wenn uns etwas unmittelbar einsichtig ist, dann sagen wir, dass dies wahr ist. Beispiel: Der Teil eines Kuchens ist selbstverständlich kleiner an Umfang und Gewicht als der ganze Kuchen. Das leuchtet uns unmittelbar ein. Das ist die Evidenztheorie.
  • Wenn eine Gruppe von Menschen etwas für wahr hält, dann ist eine Aussage für die Menschen dieser Gruppe wahr. Das ist die Konsenstheorie. Das heißt nicht, dass außerhalb der Gruppe andere Menschen nicht andere Wahrheiten haben.
  • Wenn sich Aussagen nicht widersprechen, dann sind diese Aussagen wahr. Das ist die Kohärenztheorie.
  • Wenn meine Wahrnehmung und eine Sache oder Aussage übereinstimmen und diese Übereinstimmung meinem urteilenden Denken, meinem kritischen Denken nicht widerspricht, dann ist die Sache wahr. Das ist die Korrespondenztheorie. Hier merken wir uns den Satz von Thomas von Aquin: Wahrheit ist die Übereinstimmung des urteilenden Denkens mit der Sache (veritas est adaequatio intellectus et rei).

Leistungsfähigkeit und Schwächen der vier Wahrheitstheorien

  • Die Evidenztheorie ist schon sehr mächtig, hilft aber nicht weiter bei komplexen Problemen. In der Physik und Biochemie gibt es Erkenntnisse, die sind eben nicht sofort klar: Lichtgeschwindigkeit, Raum-Zeit-Krümmung sind gute Beispiele.
  • Die Konsenstheorie ist die robusteste unter den Wahrheitstheorien. Sie ist aber angreifbar, wenn es um Irrtümer geht. Irrtümer werden oft lange Zeit für wahr gehalten.
  • Die Kohärenztheorie ist nun diejenige, die sehr geeignet ist, Irrtümer und Fehler herauszufinden und für Aufklärung zu sorgen. Auf diese Wahrheitstheorie wollen wir nicht verzichten.
  • Die Korrespondenztheorie ist unsere Brücke zur Welt und Wirklichkeit. Ohne die Wahrnehmung der Welt und Wirklichkeit können wir nichts über die Welt aussagen. Leider hat diese Theorie einen Schwachpunkt. Ich kann meine Wahrnehmung nur durch Fremdwahrnehmung wieder bestätigen. Das ist ein infiniter Regress.

Was also tun?
Wir müssen die vier Theorien kombinieren.
Wenn etwas evident ist, müssen wir fragen, ob es auch kohärent ist und Konsens findet. Und ich muss auch meine Wahrnehmung mit der Wirklichkeit vergleichen.
Nichts anderes machen wir in den Wissenschaften.

Die vier Theorien werden außerdem unterschieden in epistemische und empirische Theorien.

  • Die Korrespondenztheorie ist eine empirische Theorie. Empirie heißt Erfahrung. Meine Wahrnehmung, meine Erfahrung wird mit der Wirklichkeit verglichen.
  • Die anderen Theorien sind epistemisch, haben etwas mit Vernunft und Verstand zu tun. Hier beurteile ich meine Wahrnehmung nur abstrakt mit den Werkzeugen der Vernunft.

tmd.

Anmerkung zur Ideenwelt von Platon

das Böse
Das Böse – Quelle: Republica, Pixabay

Die Ideenlehre von Platon taucht im Moralunterricht etwas unvermittelt auf. Es geht um die wahrnehmbare Welt und um die Täuschungen bei dieser Wahrnehmung. Vernunft als Hilfsmittel soll eingesetzt werden, um die Welt und Wirklichkeit nicht nur als Schatten zu erkennen, sondern in ihrer idealen Form.
Das mag erkenntnistheoretisch noch interessant sein, in Ethik geht es aber um Moral. Welches ist die richtige Moral? Genau diese Frage will Platon auch beantworten. Bestes Beispiel sind die Tugenden. Was Gerechtigkeit, Klugheit, Tapferkeit und Mäßigung wirklich ist, das erkennt der Suchende nicht durch Offenbarung. Er muss dafür etwas leisten, nämlich sich bilden.
Das erinnert dann schon sehr an Erleuchtung: Meditation als Lernprozess.

Um das zu erklären hat Jostein Gaarder in „Sofies Welt“ die Geschichte mit den Pfefferkuchenmännchen erzählt. Die sind eben nur die mehr oder weniger gut gelungene Kopie eines idealen Pfefferkuchenmännchens.
Demnach gibt es also für die genannten Tugenden Idealformen in der Welt der Ideen. Es gibt aber auch das Böse – in der wahrnehmbaren Welt.
Das Böse in seiner Reinform ist also noch viel erschreckender als das, was wir in der Welt wahrnehmen.

tmd.

Moral ist keine Spielerei

Frau mit Waffe
kein Spiel – Quelle: Pexels, Pixabay

Das Gewissen als autonome Instanz funktioniert nicht auf Knopfdruck. Es ist weder angeboren, noch bildet es sich aus dem Nichts. Gewissen als autonome Instanz ist das Produkt von freiem moralischen Handeln und Übernahme von Verantwortung für das eigene Handeln.
Das Dreiecksverhältnis von autonomem Gewissen, Freiheit und Verantwortung lässt sich also nicht auflösen.
Die Gewissenspflege, also die Rückschau auf und die Bewertung von Handlungen (evaluativ) und die moralisch gestützte Entscheidungshilfe (präskriptiv) zu geplanten Handlungen, bringt die moralische Instanz erst hervor.
Insofern ist der Begriff „Pflege“ irreführend, weil man meint, es gebe da etwas zu pflegen, was schon vorhanden ist. Vielmehr entsteht das Gewissen erst durch den „pflegenden Gebrauch“, also durch Evaluation und Präskription.
Was war also zuerst vorhanden?
Das verantwortliche freie moralische Handeln.
Dieses muss aber eingeübt werden. Diese Art der Übung ist nicht spielerisch.

Jegliche Art von Spielerei entzieht der Freiheit den Boden, nämlich die Verantwortung.

Rollenspielereien im Unterricht sind demnach weder exemplarisch noch zielführend. Es ist Sozialisation in die falsche Richtung: Moral als Theater.

tmd.

Moral einüben – geht das?

Vernünftiges Argumentieren, das sich an ethischen Standards und Moral orientiert, kann nicht in beliebigen Schlussfolgerungen enden wie: „Man kann der einen oder auch anderen Meinung sein“. Gerade das aber – die Beliebigkeit – steht meist am Ende schulischer Diskussionen.

Symbol der Justitia
Recht und Moral – Quelle: Hans, Pixabay

Die Diskussion der Ereignisse von Arnstein haben mich wieder einmal in der Meinung bestärkt, dass Gruppendiskussionen – genauso wie Rollenspiele – der falsche Weg sind, moralisches Handeln einzuüben und die ethische Dimension der jeweiligen Probleme zu erkennen.
In Arnheim kamen sechs Jugendliche ums Leben durch die fahrlässige Handlung des Vaters zweier der Jugendlichen. Die Schuldfrage muss hier nicht diskutiert werden. Auch die Frage: Strafe oder nicht, braucht nicht weiter beleuchtet werden. Es geht nur um die zentrale Frage der Strafbemessung.
Macht es einen Sinn, dass der Mann ins Gefängnis geht, wenn er durch den Tod seiner Kinder genug gestraft ist? Der Mann ist voll geständig. Keinerlei Ausreden.
Die Frage, die sich uns im Ethikunterricht stellt, ist: Was nützt es der Gesellschaft, wenn der Mann im Gefängnis sitzt? Was nützt es ihm, wenn er in Haft geht?
Hier muss ein Gericht entscheiden und das hat es auch. Bewährung kam heraus. Aber die Verantwortung für den Richterspruch übernehmen die beteiligten Richter.
Dieser fehlende Aspekt der Verantwortung macht jede SuS-Diskussion zum kurzweiligen Zeitvertreib. Es geht ja um nichts! Man kann sich so oder auch anders entscheiden. Wir sind es nicht, die den Mann weg sperren lassen oder nicht. Und wenn der Lehrer in einer solchen Diskussion auf eine Entscheidung dringt, dann reicht ein kurzes Statement, und die Frage ist erledigt. Hat ja keinerlei Folgen, was man da von sich gibt.

Moral einüben, geht das? Ja, aber nicht im Ethikunterricht.

tmd.

Bildung und Herrschaft

… was not born to follow – Quelle: Skitterphoto, Pixabay

Das Bildungssystem im Platonischen Staatswesen erinnert an unser Schulsystem und auch an das sozialistische Gegenstück in der ehemaligen DDR.
Kinder haben grundsätzlich die gleichen Chancen. Jeder besucht eine Schule und die Bildung ist für alle kostenlos.
Wer seine Leistungsgrenzen erreicht hat, der wird in entsprechende Berufsfelder eingegliedert. Wer bis zum Schluss seine Grenzen nicht erreicht hat, der ist qualifiziert für eine Führungsrolle im Staat.
Denn nach Platon sollen schließlich nur diejenigen herrschen, die philosophisch gebildet sind.
Politische Herrschaft ist demnach eng an Bildung gekoppelt. Damit sind alle diejenigen, die während der Aus-„Bildung“ vorzeitig aussortiert werden, von der Herrschaft prinzipiell ausgeschlossen. Das kann man als undemokratisch bezeichnen.
Demokratisch wäre es, wenn alle die gleiche Chance auf Herrschaft hätten, also auch die Un- oder wenig Gebildeten. Legt man das Bildungssystem Platons zu Grunde, dann ist die Mehrheit in einem Staat nicht gebildet genug, um einen Staat zu führen. Nur wenige taugen zum Philosophen und deshalb zum Herrschen.
Denkt man dies weiter, dann ist Demokratie zwar die Herrschaft aller, aber nicht unbedingt die Herrschaft der Geeigneten. Man kann auch überspitzt sagen, Demokratie ist die Herrschaft der Mehrheit, also die Herrschaft der Dummen, der Ungebildeten. Unter diesem Blickwinkel schicken wir also nicht die philosophisch Gebildeten in den Bundestag.
Das passt nun gar nicht zu unserer Vorstellung von Politik.
Was also tun?
Kontrollieren wir diejenigen, die für uns die Herrschaft übernommen haben. Damit verhindern wir, dass sich Dummheit durchsetzt. Und widersetzen wir uns der Politik, die der kritischen Diagnose der Vernunft nicht standhält.

tmd.

Freiheit und Verantwortung

Mann in Landschaft
Freiheit und Verantwortung – Quelle: 27707, Pixabay

Was das Gewissen ist, das wissen wir. Wir meinen es wenigstens. Jemand hat ein schlechtes Gewissen. Jemand ist gewissenlos. Es gibt die Gewissensfreiheit. Und es gibt auch das gute Gewissen.
Fragt man genauer nach, dann stellt sich heraus: Ja! Da gibt es etwas. Breite Zustimmung. Jeder kann etwas zum Thema beitragen.
Fragen wir bei Philosophen und Psychologen nach, bekommen wir recht gute Antworten. Das, was sich bei uns regelmäßig meldet, wenn es etwas zu entscheiden oder zu beurteilen gibt – also „tu das nicht“ oder „da hast du was falsch gemacht – diese innere Meldung ist entweder eine Folge der Erziehung oder ein Produkt unserer Vernunft. Es ist entweder antrainiertes Verhalten oder Freiheit des Handelns mit integrierter Übernahme von Verantwortung für unser Handeln.

Ein autonomes Gewissen gibt es nicht zum Nulltarif

Von Sigmund Freud kennen wir das Modell: ÜBER-ICH – ICH – UNTERBEWUSSTSEIN. Im ÜBER-ICH sitzt die Erziehung unserer Eltern und macht uns Vorschriften. Das ÜBER-ICH ist unser Gewissen, es ist das Modell Gewissen, das fremdgesetzlich ist. Man nennt es heteronom. Aus dieser Abhängigkeit kommt man nur heraus, wenn man diese Abhängigkeit durchschaut. Wenn das funktioniert, hat man ein Gewissen, das frei, nach selbst gesetzten Regeln funktioniert.
Doch dieses autonome Gewissen bekomme ich nicht zum Nulltarif. Das Gewissen ist zwar frei von den Gängelungen der Umwelt, aber es funktioniert nicht ohne unser Zutun. Wir müssen es ständig pflegen. Und das heißt: Wir bewerten, was wir getan haben – evaluativ nennt man das – und wir machen uns selbst Vorschriften – präskriptiv nennt man das.

Freiheit ist immer an Verantwortung gekoppelt

Reicht das? Nein! Woran orientiere ich mich denn nun, wenn ich das Gewissen selbst als Kontrolleur einsetze? Welches sind die richtigen Regeln, was ist moralisch also angesagt?
Das ist nun eigentlich unsere eigene Sache. Wir machen die Regeln, an denen wir uns orientieren, selbst. Wir brauchen also einen Mechanismus, der uns hilft, das eigene Handeln in Freiheit irgendwie zu kontrollieren. Verantwortung heißt das Zauberwort.
Freiheit gibt es nur im Paket mit der Verantwortung. Ich muss also meine Handlungen immer selbst verantworten. Da hilft es auch nur bedingt, in den Büchern der großen Religionen nachzuschauen oder den Arzt oder Apotheker zu fragen. Denn: Wir können uns nicht auf jemanden berufen. Das ist nur billiger Gewissensmissbrauch.

Vernunft einschalten, wenn es um Moral geht

Was also tun, um Gewissenstäter – also Terroristen – zu beurteilen?
Es gibt immer noch die Vernunft. Dieses Werkzeug der Philosophie gilt es in Stellung zu bringen. Also tun wir es!

tmd.

Moralische Geisterfahrer

nicht mehrheitsfähige Kollektivnorm – Quelle: matamoros, Pixabay

Das Gewissen als moralische Instanz muss Widersprüche ertragen können. Der Mensch lebt nicht in einer Welt, die eine Kopie seiner moralischen Innenwelt darstellt. Es sind die widersprechenden Normen unserer sozialen Umwelt, die das Gewissen auf den Plan rufen. Erst dann, wenn diese Widersprüche in Widerstand gegen die herrschenden Normen umgemünzt werden, dann, erst dann ist nach Meinung einiger Philosophen der Zustand erreicht, mit dem wir zufrieden sein können.

Doch hier ist Vorsicht angesagt. Was ist, wenn das Gewissen von nicht mehrheitsfähigen Kollektivnormen geleitet ist und diese Normen universell gemacht werden sollen? Fundamentalisten sind gemeint!

Der moralische Geisterfahrer wähnt sich meist im Recht.

Das Sturmgeschütz Vernunft ist hier in Stellung zu bringen. Nutzen wir es. Denn wer die Freiheit des Gewissens fordert, der muss für das Handeln in Freiheit Verantwortung übernehmen. Verantwortung lässt sich aber nicht am autonomen Gewissen vorbei übertragen – weder an einen weltlichen Führer noch an Gott.

tmd.