Über Menschen und Tiere

Mensch & Tier – Quelle: 12019, Pixabay

In grauer Vorzeit haben sich die Menschen noch keine Gedanken über Tierschutz oder Tierquälerei machen müssen. Die Menschen, die ein Stück Fleisch über dem Feuer haben wollten, mussten sich sehr praktisch mit den Tieren, die sie verspeisen wollten, auseinandersetzen. So ein Urwaldrind oder Wildschwein wartete nämlich nicht darauf, bis es getötet wurde. Zunächst einmal versuchte es den Angreifer – den Jäger – außer Gefecht zu setzen. Traf der prähistorische Jäger auf einen der zahlreichen Säbelzahntiger, dann war die Sache zunächst einmal unentschieden. Der Bessere gewinnt und hat anschließend was zum Fressen.

Dieser Respekt vor dem Tier fehlt uns natürlich heute. Das Rind sehen wir nur noch fertig portioniert im Kühlregal. Dass man vorher so ein Tier töten muss, haben die Wenigsten so richtig vor Augen. Wahrscheinlich würde ihnen dann auch der Appetit vergehen.

Da es in diesem Blog um Moral geht, haben die obigen Überlegungen nicht zum Ziel, Vegetarier zu missionieren. Natürlich essen Menschen Fleisch. Aber sie sollten dabei nicht vergessen, dass Tiere ihr Leben dafür hergeben, damit wir uns nicht nur von Gemüse ernähren müssen.

Michel de Montaigne (1533 – 1592) hat sich dazu sehr differenziert geäußert. Das Verhältnis von Mensch zu Tier ist nicht objektiv beschreibbar, meint er. Tiere sind vernunftlose Wesen, meinen die Menschen. Maßstab dieser Beurteilung ist aber immer der Mensch. Denkbar wäre aber auch, dass die Tiere uns ebenfalls als vernunftloses Vieh betrachten, schreibt er in einem Essay über die Grausamkeit. Science-Fiktion-Autoren haben diesen Gedanken immer wieder mal aufgenommen und durchgespielt.

tmd.

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