Umweltschutz ist eine Frage der Moral

  • Umweltethik heißt, verbindliche Aussagen darüber zu machen, was im Umgang mit der Natur erlaubt ist oder nicht erlaubt ist.
  • Umweltethik beschäftigt sich mit dem Verhältnis von Mensch, Natur und Wissenschaft/Technik. Dieses Verhältnis ist nicht auflösbar. Menschen verändern mit Technik immer die Natur.
Der blaue Planet – Quelle: GooKingSword, Pixabay

Beide genannten Punkte müssen im Konzept der Nachhaltigkeit berücksichtigt werden. Nachhaltigkeit funktioniert jedoch nicht automatisch. Nachhaltigkeit ist abhängig von politischen Entscheidungen. Politische Entscheidungen müssen gesamtgesellschaftlich durchsetzbar sein. Politische Durchsetzbarkeit heißt: Konsens und/oder Macht.
Der fehlende Konsens ist verantwortlich für den Umstand, dass wir zwar wissen, was zu tun ist, was getan werden muss, um die Zerstörung der Umwelt, unserer Welt zu verhindern, aber unser Wissen nicht in Handlung umsetzen.

Kann Wissenschaft diesen Konsens beeinflussen?

Es lässt sich zwar wissenschaftlich beweisen, dass Klimaerwärmung und CO2-Produktion in einem Zusammenhang stehen. Aber Politiker müssen diese Ergebnissen nicht in ihre Politik umsetzen, wenn sie dabei Gefahr laufen, nicht mehr gewählt zu werden.

Umweltschutz ist interessenabhängig. Umweltschutz muss diese Abhängigkeit in Rechnung stellen. Umweltschutz kann sich also nicht allein auf Wissenschaft beziehen. Umweltschutz ist eine Frage der Moral: Kann ich die Zerstörung unseres blauen Planeten verantworten?

tmd.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*