Wirtschaft und Moral. Geht das?

chinesische Arbeiter
global produzieren und konsumieren – Quelle: MarkoLovric, Pixabay

Moralisch Handeln ist in einer auf Wachstum und Wettbewerb beruhenden Wirtschaft nicht möglich.

Es geht in erster Linie eben nicht darum, Menschen mit Gütern zu versorgen und das möglichst kostengünstig für den Verbraucher. Es geht darum, Gewinne zu machen. Profit wollen die Unternehmen machen.
Dieser Kritik wird meist so geantwortet, dass ohne eine Wirtschaft, die Profit macht, gar nichts geht. Ohne Aussichten auf Profit würde kein Unternehmer auch nur ein einziges Produkt herstellen.
Das ist insofern interessant, als damit offen und ehrlich gesagt wird, dass es in der Tat nicht um die Konsumenten geht, die mit Produkten versorgt werden sollen. Die Konsumenten sind nur dazu da, die Produkte zu kaufen, damit die Unternehmer Profit machen können. Das geht soweit, dass Produkte werbemäßig bekannt gemacht werden, damit der Konsument merkt, dass er diese Produkte „dringend“ benötigt und dann auch kauft.
Bei Baruch de Spinoza heißt es, dass man keine Arbeit tun solle, die direkt oder indirekt anderen Menschen schadet. Nähme man diese Maxime ernst, dann müssten auf der Stelle Millionen von Menschen die Arbeit niederlegen.
Da die Betroffenen ebenfalls Konsumenten sind und konsumieren wollen, ist das nicht die Lösung.
Gesucht sind Maßnahmen, bei laufendem Betrieb die Wirtschaft auf moralischen Kurs zu bringen.

tmd.

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