Zeigt den Störern die Rote Karte

Warum streiten Menschen? Hierzu gibt es keine einfache Antwort! Je mehr man weiß, desto mehr schlaue Antworten kann man geben. Gibt es wirklich keine einfachen Antworten?
Nein! Aber es gibt Versuche für eine Antwort.

Kleine Kinder meinen, dass sie alles haben können, was ihren gefällt. Kinder meinen, dass ihre eigene Meinung und nur ihre Meinung die richtige Meinung ist. Bald merken sie aber, dass das nicht „zielführend“ ist.

you can’t always get, what you want“ (Rolling Stones, 1969).

In einem Ethikbuch wird hierzu der Altmeister der Konfliktforschung, Thomas Hobbes, genannt. Er sagt, was die Gründe für Streit und Konflikte sind: Konkurrenz, Ruhmsucht und Mangel an Selbstvertrauen.
Die ersten beiden Gründe sind keine Aufreger. Natürlich sind das Gründe für Konflikte. Aber was soll das sein, das mit dem Selbstvertrauen?

Hobbes ist hier nicht Politiker, sondern Psychologe. Er sagt uns, was uns antreibt, wenn wir Konflikte suchen und austragen: Menschen, die mit sich selbst nicht zurecht kommen, die mit ihrem Leben nicht zufrieden sind, die sind diejenigen, die sehr viel öfter Konflikte suchen. Warum?

Puppe im SPiegel
Spiegeln der inneren Konflikte – Quelle: Desertrose7, Pixabay

Man muss es leider so sagen. Diese Menschen „spiegeln“ ihre eigenen inneren Konflikte auf ihre Umwelt. Was bedeutet das? Diejenigen, die Streitereien anfangen, die andere Menschen beleidigen oder – in Schule und Beruf – mobben, die sind eigentlich die „kleinen Lichter“. Sie haben Probleme im Umgang mit anderen Menschen, sie sind die eigentlichen „Verlierer“.

Warum kann man diesen Menschen, die selbst nicht in der Lage sind, ihr eigenes Leben in den Griff zu bekommen, nicht Einhalt gebieten? Warum kann man diese Störenfriede in der Gesellschaft nicht daran hindern, weiter ihr Unwesen zu treiben?
Hobbes hoffte auf eine Lösung, die er in seinen Büchern beschrieb. Da muss es einen geben, der für Ordnung sorgt und allen, die Konflikte machen, die rote Karte zeigt.
Funktioniert das? Ja!, aber leider nicht immer! Hobbes hatte mit seiner Theorie keinen Erfolg.

Was also tun?
Mutig gegen Mobbing vorgehen. Diejenigen verteidigen, die es sich selbst nicht zutrauen. Konflikte untersuchen und den Gegner nicht als Feind ansehen. Denn jeder Mensch will etwas, was auch ein anderer will. Darin sind sich alle Menschen ähnlich. Auch das lernen wir von Hobbes.

Was fehlt uns? Eigentlich nur Mitgefühl. Das ist die Empathie, die beim moralischen Handeln so wichtig ist.
Wo kann ich das lernen? Im Alltag! In der Familie! In Freundschaft!

In der Schule? Ich weiß es nicht!

tmd.

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